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Sechs Wochen Schule in Oregon
Erstelldatum28.07.2026
Hallo, ich bin Janina und war 17 Jahre alt, als ich während der 11. Klasse nach Amerika durfte.
Im Rahmen der Schulpartnerschaft, die über das GAPP-Programm (German American Partnership Program) gepflegt wird, durfte ich sechs Wochen in der Familie der amerikanischen GAPP- Koordinatorin Ewa Lancaster in Eugene, Oregon verbringen. Diese Zeit ermöglichte mir spannende Einblicke in den amerikanischen Schulalltag, die Kultur und das Familienleben.
Von Anfang an wurde ich von meiner Gastfamilie sehr herzlich aufgenommen und fühlte mich innerhalb kürzester Zeit wie ein Familienmitglied. Besonders beeindruckend waren die Ausflüge an die Pazifikküste, die mir durch Gastfamilien, die am GAPP Austausch 2025 teilnahmen, ermöglicht wurden. Die vielen Wanderungen, auf denen ich die unglaubliche Natur und die schöne Landschaft bewundern durfte, werden mir immer in Erinnerung bleiben.
Der Schulalltag unterschied sich deutlich von dem an einem deutschen Gymnasium. Besonders der Sport hat an der Willamette High School einen hohen Stellenwert. Viele Schülerinnen und Schüler trainieren während der Saison sogar vor und nach dem Unterricht und identifizieren sich stark mit ihrer Schule. Dieses Gemeinschaftsgefühl wird zusätzlich durch zahlreiche AGs und Freizeitangebote gefördert. Im Unterricht fiel mir auf, dass viele Inhalte sehr praxisnah vermittelt werden. Im Fach „Sport Health Education“ konnten wir beispielsweise nach einer kurzen Theorieeinheit das Gelernte direkt anwenden – unter anderem beim Sezieren eines Kuh-Auges oder beim Messen unseres Lungenvolumens. Außerdem hatte ich das Glück Prom mitzuerleben. Dazu wurde ich von einer Gruppe von Mitschülern eingeladen. Anders als beim Abschlussball in Deutschland gehen die Schüler zuvor gemeinsam Essen, machen Fotos und gehen anschließend zu dem eigentlichen Schulball. Obwohl ich erst eine Woche dort war, wurde ich sofort mit eingebunden, was die offene und gastfreundliche Art vieler Amerikaner zeigte.
Freundlichkeit und Höflichkeit sind den meisten Amerikanern sehr wichtig, ob es der Mann an der Kasse, die Ladenmitarbeiterin oder der Kellner im Restaurant ist. Mehr als nur einmal fand ich mich in einem Gespräch mit einem eigentlich Fremden wieder und kannte nun dessen Wochenpläne oder Familiengeschichten.
Erst gegen Ende meines Aufenthalts merkte ich dann, wie selbstverständlich ich Gespräche auf Englisch führen konnte und wie viel sicherer ich im Alltag geworden war.
Neben dem Vertiefen meiner Englisch-Kenntnisse hatte ich die Chance eine neue Kultur kennenzulernen, viele Freundschaften zu schließen und Teil einer Familie auf einem anderen Kontinent zu werden. Ich sehe nun vielleicht einige Unterschiede vom amerikanischen und deutschen Alltag, aber am Ende sind wir eben doch alle einfach nur Menschen, die miteinander lachen wollen.
Vielen Dank vor allem an Frau Gastpar und Frau Lancaster, sowie an alle Untersützer am GGM und an der Willamette Highschool, die mir diese wertvolle Erfahrung ermöglicht haben.
Janina Konzack, 11D








