Bericht zur Biologieexkursion an die Regensburger Universität

 

„Wer ist der Täter?“- Diese Frage stellen sich Kriminalpolizisten bei jedem neuen Fall.
Auch uns wurde diese Frage bei unserer Biologieexkursion gestellt. Am 24.03.2015 machte sich der Q11-Biologiekurs B5 mit der Lehrkraft Frau Müller auf den Weg zur Biologiefakultät an der Universität Regensburg und sollte die Antwort durch die Methode der Gelelektrophorese herausfinden.

 

Zuerst bekam jeder Schüler einen Kittel und Handschuhe, danach gossen die Zweierpärchen unter genauer Anleitung das kühle flüssige Gel, das Agarose und einen Farbstoff enthält, in eine spezielle Apparatur. Während das Gel fest wurde, erklärten die Projektleiter der Universität die Funktionsweise des Versuchs und frischten unser Wissen über Genetik und Gentechnik auf. Danach füllten wir eine Pufferlösung über das Gel und träufelten die vorbereitete DNA dreier Verdächtiger und die DNA des Täters mithilfe einer Elektropipette in die vorgesehenen Taschen im Gel. Dieser Schritt war eine zittrige Herausforderung für uns Schüler, denn der Umgang mit der Pipette und das Einfüllen der flüssigen DNA in die Taschen bedurften höchster Konzentration.

 

Daraufhin erzeugten die Experimentierenden ein elektrisches Feld in der Apparatur. Dies hat zur Folge, dass sich die DNA in unterschiedliche Teile spaltet und mit unterschiedlicher Geschwindigkeit zum Pluspol „läuft“. Da dieser Vorgang einige Zeit dauert, bearbeiteten die interessierten Schüler währenddessen eine Tomate, indem sie zu dem hergestellten Saft unter anderem Ethanol gaben. Es entwickelte sich ein langes schleimiges Gewebe, das die Schüler auch mit nach Hause nehmen durften - die DNA der Tomate.

 

Während einer späten Mittagspause für die Q11er fotografierten die leitende Masterstudentin und der leitende Doktorand unsere Gelapparate unter UV-Licht. Das Ergebnis war erstaunlich: Auf den Bildern konnte man je Verdächtigen je zwei Streifen, zwei Allele, erkennen. Dass die Banden des Täters mit denen des Verdächtigen Nummer 2 übereinstimmten, konnten fast alle Schüler erkennen und somit den Täter überführen.

 

Die praxisnahe Exkursion war sehr interessant gestaltet und ergänzte den theoretischen Biologieunterricht über Genetik am GGM ansprechend und anschaulich.

 

 

Alisa Off, Q11

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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