Preis für Facharbeit über Heimatvertriebene
Gabelsberger-Gymnasium stolz auf ehemalige Schüler
Simone Kistler aus Mainburg unter Bezirkssiegern - Förderung der bayerischen Kultur Mainburg/München.
Die Preise des Bayerischen Clubs zur Förderung der bayerischen Kultur wurden in diesem Jahr gleich doppelt verliehen: Präsident Prof. Albert Scharf zeichnete am Dienstag im Münchner Maximilianeum insgesamt 15 Abiturienten des G 9 und des G 8 für herausragende Fach- bzw. Seminararbeiten aus. Unter ihnen Simone Kistler aus der Hopfenstadt, die sich in ihrer Facharbeit im Leistungskurs Geschichte am Gabelsberger-Gymnasium mit dem Thema “Integration und Aufbauleistungen der Heimatvertriebenen in Mainburg nach dem 2. Weltkrieg“ auseinandergesetzt und dafür die Höchstpunktzahl 15 bekommen hat.
“Der Preis des Bayerischen Clubs fördert die Auseinandersetzung junger Menschen mit der bayerischen Kultur⊃3;, hob Kultusstaatssekretär Bernd Sibler (CSU) in seinem Grußwort anlässlich der Feierlichkeiten hervor. “Denn nur wer um seine eigenen Wurzeln weiß, kann Identität gewinnen.“ Sibler zeigte sich beeindruckt vom hohen Niveau der eingereichten Arbeiten und gratulierte den Gewinnern zu ihren Spitzenleistungen. Gemeinsam mit dem Bayerischen Club hatte das Kultusministerium die aus allen Regierungsbezirken stammenden Preisträger ausgewählt. Dabei handelt es sich um Abiturientinnen und Abiturienten, die zugleich aufgrund ihrer herausragenden schulischen Leistungen zur Begabtenprüfung zugelassen worden sind.
Die Verleihung der Preise findet traditionsgemäß im Maximilianeum statt, das König Maximilian II. Joseph für die klügsten jungen Menschen seiner Zeit erbauen ließ. In ihrer Begrüßungsrede lobte Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU) die Bandbreite der Themen, die die Vielfältigkeit Bayerns widerspiegelten, und richtete ihr Wort direkt an die anwesenden Abiturienten: “Ihre Arbeiten tragen dazu bei, dass diese Vielfalt erhalten und im Gedächtnis bleibt. Das ist nicht nur dem Bayerischen Club, sondern auch unserer Verfassung ein Anliegen. In der Bayerischen Verfassung heißt es: ’Die Schüler sind in der Liebe zur bayerischen Heimat zu erziehen.⊃1; Bei Ihnen scheint das den Lehrerinnen und Lehrern ganz gut gelungen zu sein, denn zumindest haben Sie sich intensiv mit der bayerischen Heimat auseinandergesetzt.“
Die 20-jährige Simone Kistler, Studentin der Psychologie an der Ludwigs-Maximilian-Universität München, als Siegerin auf Bezirksebene erhielt für ihre prämierte Facharbeit 750 Euro Preisgeld. Der Preis zur Förderung der bayerischen Kultur ist inzwischen zu einem festen Bestandteil des Abiturs geworden. Seit seiner erstmaligen Verleihung im Jahre 2000 ist er auf großes öffentliches Interesse gestoßen und hat sich zu einem wichtigen Qualitätsnachweis für die im Rahmen des Abiturs erstellten Fach- und Seminararbeiten entwickelt.
Bei der Verleihung in München waren auch die beiden Leiter des Gabelsberger-Gymnasiums, Heinz Ludwig und Alois Mandl, anwesend, die beide natürlich stolz auf ihre “Vorzeigeschülerin“ sind.
Auszug aus der Hallertauer Zeitung