Songs an einem Sommerabend



Ein musikalisches Feuerwerk präsentierte der „Grundkurs Chor and friends“ des Gabelsberger Gymnasiums unter Leitung von Studienrat Reinhold Furtmeier. Der Besucherandrang war derartig groß, dass der Innenhof des Schlosses Ratzenhofen ihn kaum fassen konnte.
Die über 30 Schüler aus den 11. bis 13. Klassen zeigten ihr Repertoire, dass sie sich im vergangenen Schuljahr angeeignet und in der Musikakademie verfeinert hatten. Obwohl es am GGM keinen musikalischen Zweig gibt, brachten die Sänger eine musikalische Darbietung auf höchstem Niveau auf die Bühne.
Das Konzert begann mit dem Einzug der Musiker in den Schlosshof mit dem Kanon „Gelungener Abend“, was sich zum Ende der Veranstaltung bestätigte.
In gekonnt humorige Weise begrüßte Matthias Krojer und Julia Franz die Gäste in deutscher und für die amerikanischen Austauschschüler in englischer Sprache. Besonders erfreut zeigte sich die Gruppe über die Anwesenheit von Oberstudiendirektor Heinz Ludwig, Vertretern des Elternbeirates und Irmgard Kettner vom Sekretariat. Mit vier Liedern aus England, Portugal, Lothringen und Schweden wurde der internationale Charakter verstärkt. Versetzte Einsätze und Stimmen zeigten die Stimmsicherheit des Chores beim ersten Lied, während beim zweiten Stück die leiseren und besinnlichen Töne dominierten. Aus Lothringen stammt das alte Volkslied „Oh du schöner Rosengarten“, dass nur von den Damen vorgetragen wurde. Ein Höhepunkt war das Solo von Anita Dotzauer, die nach ihrem Abitur, heuer hoffentlich nicht zum letzten Mal in der Öffentlichkeit zu hören war. Mit Klavierbegleitung von Studienrat Reinhold Furtmeier interpretierte sie ein Mozartstück von 1787 mit viel Gefühl und akzentuiert, dass der große Meister sicher seine Freude daran gehabt hätte. „Ich gehör nur dir“ aus dem Musical „Elisabeth“ war der zweite Beitrag, bei dem die Stimme die einzelnen Passagen des Stückes hervorragend in Szene setzte. Tosender Applaus der Gäste belohnte diese ungewöhnliche Stimme und ihre Ausdrucksweise.
Nicht nur absolute Professionalität, sondern vor allem auch die Freude am Singen und an der Musik zeigte sich bei den beiden folgenden Liedern des Chores.
Afrika war das Ursprungsland des Liedes „Aya ngena“. Dazu wurden die Zuhörer aufgefordert, den Chor durch rhythmisches Klatschen zu unterstützen. Den Kindern David und Franziska aus der Zuschauermenge wurden zwei Instrumente in die Hand gedrückt und schon konnte der Chor beginnen. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten mit den verschiedenen Klatschtechniken, machten alle begeistert mit und es entstand ein kleines Klangfestival im Innenhof des Schlosses. Das nächste Lied aus Afrika begeisterte nicht nur durch den fehlerfrei vorgetragenen zungenbrecherischen Text, sondern auch durch die Intonation von leisen und lauten Tönen.
Eine Pause mit Bierbowle und kleinem Imbiss schloss sich an den ersten Teil des Konzertes.
Mit „King of the road“, bewiesen die Männer des Chores, dass sie zwar in der Minderheit sind, aber sich dafür, wie es Moderator Krojer ausdrückte, „durch Qualität“ behaupten, was der folgende Applaus bestätigte. Partytime war bei „It’s my party“ angesagt. Mit Gitarrenbegleitung von Lehramtsassessor Andreas Holzmann und am Klavier Reinhold Furtmeier entstand ein rockiges Stück, das alle mitriss.
Eine neue Variante der Veranstaltung stellte sich heuer mit der Lehrercombo. Am Klavier Reinhold Furtmeier, Gitarre Andreas Holzmann und Geige Studiendirektor Karl Beck zeigten die Lehrer, woher die Schüler ihre gute und fundierte musikalische Ausbildung haben.
Mit „Who put the bomb“, einer Soloeinlage von Anita Dotzauer und einem männlichen Schlussakkord bestimmten die jungen Sänger eindeutig ihr Lieblingslied.
Mit viel stimmlichem Gefühl trug der Chor das Lied „The water is wide“ vor und bewies allen mit seiner Kunst, dass Singen nicht gleich Singen ist und vor allem die richtige Interpretation die Meister auszeichnet.
Matthias Haimerl und Kathrin Pömmerl zeigten bei „Love can build a bridge“, dass auch ein Duett hervorragend zu einem Chor passend ist.
Mit „Gianna“ einem flotten, leicht anzüglichen italienischen Lied setzten die Sänger einen fulminaten Schlusspunkt. Voller Begeisterung rockten die Chormitglieder mit ihrem Gesang, so dass der Funke auf die Gäste übersprang. Unaufhörlicher Applaus und Zugaberufe ließen die Künstler nicht abtreten. Da durch die eingebrochene Dunkelheit die Notenblätter nicht mehr lesbar waren, gab es noch einmal das afrikanische Lied zum Mitmachen.
Den Schlusspunkt der Veranstaltung setzte die Verabschiedung der Abiturienten Irina Schaal, Alexandra Höller, Matthias Haimerl, Anita Dotzauer und Fabian Sedlmeier, für die dies der letzte schulische Auftritt im Grundkurs Chor war. Chorleiter Reinhold Furtmeier dankte auch seinen Kollegen aus der Fachschaft für die Unterstützung, ohne die ein solches Konzert nicht möglich gewesen wäre.
Auch die Schüler sagten ihrem Chorleiter danke und bedankten sich mit den traditionellen „Chor-mercie“ für all die Mühe und den Einsatz.


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