Wirtschaftszweig des GGM spielt Unternehmer

Um einmal so richtig von ihren Wirtschaftskenntnisse profitieren zu können, beteiligten sich Schüler der 9. Klassen bei einem Projekt für Unternehmensgründer.
Auf Initiative von Studiendirektorin Ulrike Diepold-Ferstl und Studienrätin Claudia Grundbuchner bewarb sich der Wirtschaftszweig bei der Hans-Lindner-Initiative. Die Familie und Firma Lindner gründete diese Stiftung, um Unternehmer unabhängig und kostenfrei bei Übergaben oder Existenzgründungen zur Seite zu stehen. Zusätzlich besteht das Angebot für
Schulen, sich am Projekt „Ideen machen Schule“ zu beteiligen, das von renommierten Unternehmen wie Sparkassen, Raiffeisenbanken, BMW, Pfleiderer und vielen anderen unterstützt wird. Bisher beteiligen sich 270 Teams, wovon 33 aus der Region Regens- burg /Kelheim kommen. Der Raum Mainburg mit dem Gymnasium ist erstmals dabei und die Schüler können in diesem Pilotprojekt für nachfolgende Jahrgänge Vorreiter spielen.
Referentin Bianka Hochhun von der Hans-Lindner-Initiative war extra nach Mainburg gekommen, um den Schülern das Projekt vorzustellen, Tipps zu geben und Fragen zu beantworten. Im Ablauf des Programms erhält jede Gruppe fiktiv 25.000 €; mit denen sie ein Unternehmen gründen kann. Gestartet wird mit dem Gründungskonzept, in dem die beteiligten Schüler ihre Geschäftsidee detailliert bis Mitte Februar dem Institut vorlegen
müssen. Weiter geht es mit einem fiktiven Lebenslauf, dessen Inhalt die entsprechende Person für das Vorhaben mit Alter und Ausbildung widerspiegeln soll. Eine Marktanalyse, die Angebot und Nachfrage für die Firma aufweist, ist der nächste Schritt. Weiter geht es mit einem Werbekonzept, Analyse der Konkurrenz, Zielgruppenfeststellung. Auch die
Standortfrage, Preise, Rechtsform und alles, was zu einer erfolgreichen Gründung gehört, müssen erfüllt werden. Damit es für alle Teilnehmer fair zugeht, erhält jedes Team einen Laufzettel, mit dem Firmen, Rechtsanwälte, Steuerberater, Banken und andere Personen, die für das Vorhaben kontaktiert werden, dies auch bestätigen können. Das Erlernte vom Wirtschaftsunterricht kann so nebenbei in der Praxis umgesetzt werden. Dass die Schüler in diesem Fach schon ein sehr großes Wissen haben, zeigten die bereits geplanten Geschäfts-ideen und die zahlreichen Fachfragen. Wichtigstes Kriterium ist es, die gesamte Gründung und Vorführung so ablaufen zu lassen, als wäre es eine echte Idee. Von der Erkundung, wie eine Gründung abläuft, über sämtliche Genehmigungsstellen dazu, Förderstellen und Umfragen muss alles tatsächlich durchgeführt und dokumentiert werden. Es wurde aber auch der Rat gegeben, sich mit bereits bestehenden Firmen und deren Konzepten als Vorlage auseinander zu setzen. Eine Mappe mit Spielunterlagen, die an jedes Team ging, gibt Hilfestellung welche Schritte zu unternehmen sind. Abhängig ist das aber auch von den einzelnen Geschäftsideen der Schüler. Nach der Konzeptabgabe im Februar ist im April
der Regionalentscheid für das beste Konzept und im Juni das Finale. Sieger ist die Mannschaft mit der besten Idee und der realitätsnahesten Durchführung. Nun steht den jungen Existenzgründern eine aufregende Zeit bevor. Wie bei einem richtigen Unternehmen kann man sich nicht einfach mal Weihnachtsferien gönnen oder mal keine Lust haben. In den nächsten beiden Monaten müssen das gesamte Konzept und die Ideenumsetzung erledigt werden. Alle Stellen, die für eine echte Existenzgründung notwendig sind, wie
Steuerberater, Banken und Behörden im Raum Mainburg bis Abensberg, werden gebeten, die Schüler bei ihrem Pilot-Projekt, das dort noch weitgehend unbekannt ist, zu unterstützen..



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