Schüler besuchen Moschee



Im Rahmen einer Unterrichtsequenz mit den Schwerpunkten Mohammed, Koran und Islam organisierte Studienreferendar Tobias Bernet zusammen mit Katharina Wechselberger den Besuch einer Moschee für die 7. Klassen.
Zwei Schulstunden lang konnten die Schüler die Moschee besichtigen und erfuhren viel Wissenswertes von Usta Okan, der ehrenamtlich für diese Führungen zuständig ist.
Die Moschee ist von außen relativ unscheinbar, so dass viele Schüler sie nicht kannten. Nach dem Ausziehen der Schuhe erhielten die Besucher einen Einblick in den Waschraum, in dem jeder Muslim vor dem Gebet eine rituelle Waschung von Händen, Füßen und Gesicht durchführt.
Beeindruckt waren die Gäste vom Gebetsraum, der von einem „wunderschönen Teppich“ dominiert wurde. Es wurden aber auch die schön verzierten Gebetsnischen und die Kanzel bewundert. Dazu gab es zahlreiche Informationen von Herrn Okan, der den Islam mit Liebe zu Gott, Nächstenliebe und Leben nach dem Tod definierte.
Mehmet Purtas, der 2. Vorstand der muslimischen Gemeinde, demonstrierte das zweite Gebet mit hoher Konzentration, geschlossenen Augen und in Richtung Mekka, das im Süd-Osten liegt. Er zitierte kniend und verbeugt Koranverse in Arabisch. Iman Gazi Tatli folgte mit einem melodiösen arabischen Koranvers. Die Schüler hörten gebannt und absolut ruhig zu, wollten aber anschließend wissen, wovon der Vers handelt. Der Abschluss des Besuches gehörte den Jugendlichen, die nach anfänglichem Zögern doch viele Fragen hatten.
Zur Verabschiedung erhielten alle eine Packung Kekse, was mit Begeisterung angenommen wurde. Schüler und Lehrer bedankten sich für die ausführlichen Informationen und den Besuch der Moschee. In den nächsten Unterrichtsstunden wird das Gesehene noch diskutiert, besonders aber werden Gemeinsamkeiten von Islam und Christentum thematisiert.



Text und Bild: Hallertauer Zeitung