Für den Klassenprojekttag hatten sich die Klasse 7B des Gabelsberger-Gymnasiums Mainburg und ihre Lehrerinnen StRin z.A. Claudia Grunbuchner (Englisch), StRin z.A. Beate Gierl (Religion) und StRin z.A. Alexandra Wasserek-Luschtinetz (Geschichte) dieses Jahr etwas ganz Besonderes ausgedacht. Sie planten eine Exkursion nach Regensburg, wo die Klasse eine Führung durch die mittelalterliche Stadt gestalten sollte. Die Schüler erarbeiteten am Projekttag in Kleingruppen eine Führung zu jeweils einer aus dem Mittelalter stammenden Sehenswürdigkeit. Eine weitere Herausforderung für die Schüler bestand darin, dass die Vorträge auf Englisch stattfinden sollten. Zu einer richtigen Stadtführung gehören natürlich Teilnehmer. Deshalb wurde die Klasse 7D eingeladen, als Publikum an der Stadtführung teilzunehmen und die Präsentationen zu dokumentieren. Am Donnerstag, den 29. Mai 2008 fand die Projektexkursion bei strahlendem Wetter statt. In Regensburg wurde die 7D als erstes von einer Schülergruppe in die Stadtgeschichte und die Entwicklung Regensburgs zu einer der wichtigsten deutschen Städte im Mittelalter eingeführt. Vor der beeindruckenden Kulisse der Steinernen Brücke informierte der zweite Vortrag die Zuhörer über dieses Meisterwerk mittelalterlicher Baukunst, wobei auch die Legende nach welcher der Erbauer der Steinernen Brücke einen Pakt mit dem Teufel schloss nicht fehlen durfte. Von der Donau spazierten die „city guides“ und ihre „Touristengruppe“ direkt zum Neupfarrplatz, wo es vor dem Muldendenkmal, das die Grundrisse der ehemaligen Synagoge zeigt, Informatives über die Juden im mittelalterlichen Regensburg und die heutige jüdische Gemeinde zu erfahren gab. Als nächstes stellte eine weitere Gruppe die Geschichte des Dominikanerordens und die Dominikanerkirche in Regensburg mit ihren symbolträchtigen Figuren vor, wobei auch die Bedeutung von Albertus Magnus thematisiert wurde.
Weiter ging es zum romanischen Kleinod Regensburgs, der Basilika St. Emmeram. Dort informierten die Stadtführer ihr Publikum in fließendem Englisch über das Leben des Hl. Emmeram und die Geschichte der Kirche von der frühbayerischen Zeit bis heute. Dabei war ihr Vortrag so eindrucksvoll, dass sich sogar „echte“ amerikanische Touristen als Zuhörer zu uns gesellten.
Das Wahrzeichen Regensburgs, der Dom St. Peter, bildete den krönenden Abschluss der Stadtführung. Im kühlen Schatten der gotischen Türme präsentierte die letzte Referatsgruppe Wissenswertes über die Epoche der Gotik, deren Stilmerkmale am bedeutendsten gotischen Bauwerk Bayerns demonstriert wurden.
Nachdem die Schüler so viele Informationen präsentiert bzw. verarbeitet hatten, konnten sie sich bei einem wohlverdienten Bummel durch die Gässchen Regensburgs für die Mühen des Vormittags belohnen, bevor es am frühen Nachmittag mit dem Bus zurück nach Mainburg ging. Müde, aber auch um viel Wissen und Erfahrung reicher, waren sich beide Klassen und auch ihre Lehrkräfte einig, dass ihr Projekt erfolgreich verlaufen sei und jederzeit wiederholt werden könne.