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Um mehr Schülern ein Podium für ihre musikalischen Präsentationen bieten zu können, gibt es neben dem Sommer- und Weihnachtskonzert seit drei Jahren den Vorspielabend.
Die beiden Musiklehrer Studiendirektor Karl Beck und Studienrat Reinhold Furtmeier stellten die einzelnen Stücke und die Schüler in humoriger Weise vor, um die Aufregung etwas zu mildern.
Franziska Reimer aus der 6. Klasse war nicht nur die jüngste Solistin, sondern sie stellte mit ihrem Akkordeon gleich ein Novum dar. Bisher konnte man dieses Instrument auf Vorspielabenden nicht finden. Zusätzlich spielte sie kein übliches Volkslied, sondern eine Suite mit zwei Sätzen, und das alles nach nur vier Monaten Unterricht. .
Claude Debussy brachte Christina Steinberger zum Klingen. Mit „Arabesque“ zeigte sie am Flügel eine hervorragende Leistung, die die Zuschauer in die Zeit des vergangenen Jahrhunderts versetzte. Katharina Schweighard bewies mit ihrem klassischen Stück für zwei Flöten, dass sie nicht nur das Zusammenspiel perfekt beherrscht, sondern, dass sie sich auch vom Instrumentenwechsel zur Geige durch Karl Beck nicht beirren ließ. Thomas Voit intonierte auf dem Flügel eine Scherzversion zu „Beethoven“ von Dietrich (Piano) Paul und zeigte, dass auch die lustigen Werke eine bedeutende Vorführung gewährleisten können. Ein gekonntes Zusammenspiel mit den Klarinetten konnten die Zuhörer bei Katharina Reimer und Barbara Zeilhofer genießen. Mit ihrem schönen Ansatz und der tollen Tongebung gaben sie ihrem Instrument den Stellenwert, der bei Big Band - Auftritten durch die zarten Töne meist zu kurz kommt. Anschließend spielte Katharina Reimer noch ein Solo mit Klavierbegleitung von Reinhold Furtmeier und zeigte, dass sie auch mit diesem Zusammenspiel perfekt zurecht kam. Mit Rafael Ludwig trat ein Künstler an den Flügel, dessen gefühlvolles Spiel bereits bei einigen Konzertabenden an der Schule für Begeisterung sorgte. Der vierhändige ungarische Tanz mit Reinhold Furtmeier, der von Brahms als Barmusik für seine leichten Damen geschrieben wurde, kam hier voll zur Entfaltung. Mit seiner perfekten Intonation dürfte das eines der besten Stücke aus seinem reichhaltigen Repertoire gewesen sein. Sein zweites
Stück von Schumann wurde ebenso fehlerfrei abgeliefert, obwohl langsame Tempi als besonders schwer gelten.
Die einzige Sängerin an diesem Abend war Barbara Friedl und zeigte damit enormen Mut. Obwohl sie mit ihrer Gesangsausbildung erst am Anfang steht, zeigte sie sowohl mit einem kirchlichen Lied als auch mit einem Lied aus „Phantom der Oper“ eine gelungene Leistung. Groovig wurde es beim letzten Vortrag. Eine selbst formierte Jazzband zeigte ihr breites Spektrum. Jonas Köglmeier auf der Gitarre und mit dem Saxophon, Dominik Dittmar am Klavier, Fabian Strigl mit der Bass-Gitarre, Daniel Bowen am Schlagzeug, Benedikt Rauscher mit der Trompete und Matthias Schöll am Saxophon bewiesen echte Klasse. Ihr Spiel ließ die Liebe zum Jazz erkennen und ihr Vortrag war so hervorragend, dass sie sich jederzeit als
Unterhaltungsband engagieren lassen können.
Bei all diesen Vorträgen wurde deutlich, dass es auch Jugendliche mit viel Engagement und musischem Talent gibt. Die beiden Musiklehrer bedankten sich bei jedem Schüler mit einem
Osterhasen für die gelungene Gestaltung des Abends.