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Archiv 07/08

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Oberstufenschüler informieren sich über neuartigen Studiengang "Kunststofftechnik"

Zusammen mit ihren Chemielehrkräften OStR Wittl und StR Blass informierten sich am Chemiestandort Burghausen 22 Schüler der Q 11 und Q 12 über ein neues Angebot der Johannes-Kepler-Universität (JKU) Linz:

Die steigenden Anforderungen der Industrie und Wirtschaft erfordern gut ausgebildete IngenieurInnen und WissenschaftlerInnen im Bereich der Kunststofftechnik. Die JKU reagiert auf diesen Trend und bildet SpezialistInnen für die neue Hightech-Branche der Zukunft aus.

Das Bachelorstudium „Kunststofftechnik“ befasst sich mit der Erforschung und Anwendung physikalischer, chemischer und technischer Eigenschaften der Kunststoffe. Ziel ist es, bestimmte Kunststoffe zu entwickeln, die für weitere Anwendungen oder Produktionen benötigt werden. Hervorragend ausgebildete KunststofftechnikerInnen und neue Impulse bei der Herstellung und Konstruktion von Kunststoffbauteilen sowie bei der Kunststoffverarbeitung sind essentiell für die Kunststoffindustrie, um sich international behaupten zu können. Die Ausbildung im Rahmen des Kunststofftechnik-Studiums an der JKU soll den unterschiedlichen Anforderungen verschiedener Kunststoffberufe entsprechen.

Die Disziplinen Kunststofftechnik, Polymer-Chemie, Maschinenbau und Mechatronik sind die Grundpfeiler des neuen Kunststofftechnik-Studiums. Die praxisorientierte Ausbildung ermöglicht bereits während des Studiums Kontakte zu nationalen und international tätigen Firmen. Neben der reinen Kunststoffausbildung wird auch eine Kombination aus wirtschaftswissenschaftlichen und technischen Inhalten angeboten, die ebenfalls sehr gefragt ist. Moderne technische Ausstattungen an den neu gegründeten Instituten und ein innovativer Studienplan ermöglichen ein Studium am Puls der Zeit.

KunststofftechnikerInnen sind am Arbeitsmarkt gefragt, die Berufsaussichten exzellent. Die AbsolventInnen sind mit der Entwicklung und Verarbeitung neuer Kunststoff-Produkte und -Werkstoffe sowie mit der Konstruktion von neuen innovativen kunststoffverarbeitenden Maschinen beschäftigt. Die Tätigkeitsfelder sind in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Anwendungstechnik, Vertrieb, in der Geschäftsführung, im Bauwesen, im Verpackungsbereich, in Luft- und Raumfahrt, in der Sportartikel-, Automobil-, und Elektroindustrie angesiedelt.

Im Anschluss daran können Masterstudiengänge in den Fachrichtungen Polymerchemie, Wirtschaftsingenieurwesen, sowie Technischer Chemie belegt werden.

Die beiden Professoren Lang und Major informierten die Schüler anschaulich und ausführlich, etliche der anwesenden Schüler erklärten anschließend, sich ernsthaft für diesen Studiengang zu interessieren.
Zuvor hatte bereits ein Vortrag der in Burghausen ansässigen Firma Borealis stattgefunden, die im Bereich der Produktion von Kunststoffen wie Polyethen und Polypropen tätig ist.

Nach einer kurzen Verpflegungspause gab es dann noch eine zweistündige Betriebsexkursion durch die Raffinerie der Firma OMV in Burghausen, sowie eine Führung auf dem benachbarten Werksgelände der Borealis.

Insgesamt war es ein interessanter und informativer Tag, bei dem die Schüler ein Vorgeschmack bekommen konnten, welche Möglichkeiten aber auch Anforderungen nach dem Abitur auf sie zukommen werden.