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Vor kurzem machte die Klasse 6c mit ihrer Geschichtslehrerin Frau Katharina Götzer eine Exkursion ins Heimatmuseum nach Altdorf, denn unser Thema war „Die Steinzeit“. Dort hatten wir zuerst eine Führung durch ein 400 Jahre altes Haus. Wir sahen, wie die Häuser damals aus Holz und Lehm aufgebaut wurden. Im Weinkeller befand sich eine Ausstellung steinzeitlicher Funde, die man in der Gegend ausgegraben hatte. Die Führerin zeigte uns den Umgang mit Werkzeugen aus der Steinzeit.
Dann durften wir alles noch selbst ausprobieren. In verschiedenen Gruppen stellten wir Fladen und Müsli her, das wir dann selbst essen konnten. Es schmeckte gar nicht mal so schlecht. Der Teig für die Fladen bestand aus Emmer, Mehl, Weizen und Wasser. Der war schon vorbereitet. Wir mussten ihn nur noch mit einem Holzstab ausrollen, bis er ganz dünn wurde. Dann legten wir ihn auf einen heißen Stein. Es dauerte sehr lange, deshalb wurden alle ungeduldig. Als das Brot dann fertig war, war es auch gleich wieder weg. Das Müsli wurde folgendermaßen hergestellt: Zuerst mahlten wir Getreide zu Mehl mit einem Stein. Das dauerte sehr lange. Jetzt mussten wir Karotten schälen und dann mit einem Steinzeitmesser in eine Schüssel raspeln. Das Messer war echt scharf! Als Nächstes kam der Apfel an die Reihe. Das Messer dafür war aus echtem Feuerstein. Es war eine ziemlich matschige Angelegenheit. Nüsse gehörten auch noch dazu. Diese zerquetschten wir mit einem Stein, bis sie zu kleinen Stückchen wurden. Alles in die Schüssel hinein getan und fertig!
Man konnte auch noch Tonschälchen herstellen. Zuerst formten wir aus einem Klumpen Ton eine Kugel und drückten mit dem Finger ein Loch hinein. Dann formten wir daraus eine Schüssel, die wir auch noch mit Mustern verzieren konnten.
In der Steinzeit gab es auch Schmuck. Den konnten wir aus Muscheln machen. Wir rieben die scharfen Kanten des Muschelstückes an einem Sandstein ab, bis sie rund wurden. Dann bohrten wir mit einem spitzen Stück Feuerstein, das in einem Holzstock steckte, ein kleines Loch in die Muschel. Es dauerte eine Ewigkeit! Und es war sehr anstrengend! Die Steinzeitmenschen taten uns echt leid.
Dann brauchten die Menschen damals noch Pfeile zum Jagen. Wie man einen Pfeil „bastelt“, konnten wir auch ausprobieren. Zuerst mussten wir uns einen Stock schnappen und seine Rinde mit einem scharfkantigen Feuerstein abschälen, bis er komplett weiß war. Das war eine lange Arbeit. Als wir das hatten, griffen wir uns ein kleines Stückchen Feuerstein und ein Stück Geweih eines Hirschs. Mit dem Geweih drückten wir auf den Stein, bis eine Spitze entstand. Das war anstrengend! Wir waren dann fertig und nahmen den abgeschälten Stock wieder zur Hand. Mit einer Gartenschere (nicht aus der Steinzeit) schnitten wir einen Schlitz längs durch den Stock. In diesen steckten wir die Pfeilspitze aus Feuerstein. Wir befestigten sie mit einer Schnur, indem wir sie um die Spitze und den Stock wickelten und mit einem Knoten festbanden. Das Ganze wurde in verschiedenen Stationen ausgeführt.
Außerdem durften wir Feuer machen, mit einem Feuerstein und einem Pyrit, die man zusammenschlagen musste. Die Funken fielen dann in eine Muschel gefüllt mit Zunderschwamm. Am Ende durften wir uns alle noch als Steinzeitmenschen verkleiden und es wurden lustige Fotos gemacht. Das war ein toller Ausflug.

Corinna, Ann-Kathrin und Carina aus der Klasse 6c