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Ein äußerst interessanter und lehrreicher Schultag bot sich den Schüler der 10. Klasse des Wirtschaftszweiges des Gymnasiums. In Zusammenarbeit mit dem Hans-Lindner-Institut organisierte Studiendirektorin Ulrike Diepold-Ferstl ein Training „Unternehmerisches Denken und Handeln“.
Ute Heinz, Trainerin des Hans-Lindner-Instituts und selber Lehrerin am Gymnasium in Pfarrkirchen, gab einen Einführungsvortrag und Hilfestellung während der ganzen Aktion. Durch eine Fragebogenaktion konnte jeder Schüler sich selber einschätzen, für welche Funktion er am besten geeignet ist. Mit einem Fremdbild wurde erstellt, wie andere Personen einen sehen. Für das eigentliche Seminar wurden Schüler für bestimmte Positionen ausgewählt. Je vier Schüler bildeten eine bestimmte Organisationsform. Bank, Rechtsanwälte, Arbeitsamt und Steuerberater standen den beiden Existenzgründergruppen gegenüber.
Die erste Entscheidung war bei dem zu vermarktenden Produkt zu treffen.
Die Existenzgründer mussten sich genaue Vorstellungen über ihr Produkt, den angesprochenen Konsumenten, Werbung, die Firmenstruktur mit Personal, die Rechtsform, Standort, Absatzgebiete und vor allem die Zukunftsaussichten überlegen.
Ein Existenzgründerteam hatte die Idee eines Massageanzuges, bei dem gerade hoch dotierte Manager keine Zeit verlieren, da sie den Anzug überall nutzen können und so keine aufwändigen Fahrten zu Fitnesscentnern verlieren. Diese Gruppe befasst sich erst mit dem Material und der Funktionsweise, um sich dann an die potentiellen Käufer zu wenden. Der Preis wurde je nach Modell variiert und die Kreditlinie so angepasst. Das größte Problem neben der Produktion stellte der Absatz dar, da der Anzug von den Kosten her nur für einen kleineren Interessentenkreis in Betracht kommt.
Das zweite Team wollte einen Event- und Partyservice gründen. Die jungen Herren waren sich ihrer Situation sehr schnell bewusst und ließen gleich vorab die Versicherungsvertreter erscheinen, um dieses Thema abzuklären. Da diese Gründung mit Räumen, Anlagen usw. etwas kostspielig geriet, gab es Probleme bei der Bank. Diese war nicht bereit den Kredit in der gewünschten Höhe bereitzustellen und forderte Nachbesserungen des Konzeptes, von der Rechtsform bis hin zu den Investitionen.
Zum Schluss stellte jedes Team seine Gründung vor und wurde von den Mitschülern beurteilt und gewertet. Vielen Schülern war nach diesem Seminar bewusst, welche Aufgaben eine Bank bei der Kreditvergabe hat und vor allem, dass eine Existenzgründung wohl durchdacht sein muss.