Bild: Schüler mit StR Müller (links) und StD Diepold – Ferstl (rechts)
Im Rahmen des G8 soll Schülern auch vermehrt praktisches Wissen vermittelt werden und so stand die Firma Audi in Ingolstadt auf dem Stundenplan der 9. Klasse des Wirtschaftszweiges.
Studiendirektorin Ulrike Diepold - Ferstl und Studienrat Markus Müller hatten für den Projekttag eine Besichtigung mit Führung durch die Produktionshallen organisiert.
Entgegen der anfänglichen Skepsis der Schüler, die eine trockene Führung mit vielen Zahlen befürchteten, sprachen am Ende alle von einem informativen und interessanten Projekttag.
Theorie gab es nur am Anfang über die drei größten Audiwerke, bevor jeder Schüler mit High-Tech-Kopfhörer ausgestattet wurde, um auch kein Detail der Führung zu überhören. Der Beginn einer Produktion ist die Stanzmaschine, die in der Fertigungshalle wie eine große Stanzstraße aufgebaut war. Warum diese drei Meter unter dem üblichen Boden angebracht wurde, wurde ausführlich erklärt. Die Vibrationen der Stanzmaschinen gleichen einem Erdbeben und daher wurde die gesamte Produktionsstraße versenkt. Das lustige Wackeln flößte dann doch manchem Schüler eine gehörige Portion Respekt ein. Weiter ging es zu den Robotern, die durch extreme Sicherungsmaßnahmen geschützt waren. Dies geschieht nicht zum Schutz der Roboter, sondern für die Arbeiter. In einem Notfall erkennen die elektronischen Menschen keinen Unterschied, ob sie ein Fahrzeugteil bearbeiten oder einen Menschen. Durch die Glaswände konnten die Schüler aber genauestens beobachten, wie routiniert und perfekt die Maschinen arbeiten. Das Gleiche galt auch für die anschließenden Prüfroboter, die die Arbeit ihrer Kollegen unter die Lupe nehmen. Über 20 Laser prüfen jede
Schweißnaht auf ihre Tauglichkeit. Einige Stationen weiter wurde die neueste Robotergeneration gezeigt, die bereits in der Hälfte der Zeit die gleiche Arbeit verrichtet als die älteren. Informationen über die Entwicklung der Umweltfreundlichkeit und der Vorgang der Lackierung schlossen sich an. Nachdem die Schüler sprachlos waren über die Informationen zu den vielen Lackierungen, die nicht zu sehen waren, folgte das Laufband. Die lackierten Gerüste werden dort von Monteuren in wenigen Minuten zu einem Auto zusammengebaut. Jedes Teil ist mit einem Strichcode versehen, der nach dem Einbau auf dem Fertigungsprotokoll geklebt wird. Höhepunkt in der Produktion und auch bei den Schülern ist die „Hochzeit“. Da ist das Auto komplett fertig, steht auf den eigenen Rädern und muss nur noch betankt werden. Letzter Herstellungsprozess sind zahlreiche Prüfungen, die das Auto vor
der Auslieferung noch bestehen muss. Da so viel Wissen bekanntlich hungrig macht, wurde noch die werkseigene Mensa besucht, wo die Schüler sich stärken konnten. Für einen echten Auto-Interessierten, war der Fanshop von Audi zum Ende des Projekttages der krönende Abschluss.