Internetsicherheit am GGM
Die Schüler der 8. Klassen des wirtschaftswissenschaftlichen Zweiges des Gabelsberger -Gymnasiums ergänzten ihr Wissen aus dem Unterricht mit Informationen aus der Praxis.
Studiendirektorin Ulrike Diepold-Ferstl organisierte zusammen mit Helmut Biebl von der Firma Wolf einen Vortrag über Datenschutz und Datensicherheit im Rahmen der Internetnutzung.
Nach einer Einführung über verschiedenen Begriffe, die die Schüler im Unterricht bereits gelernt hatten, ging es um das Thema Daten. Was sind Daten, wie wurden sie früher aufbewahrt und wie schützt man sie heute am sinnvollsten und kostengünstigsten. Anschauungsmaterialien verdeutlichten den Vortrag. Das größte Problem in der heutigen schnelllebigen Zeit sind die sich ständig erneuernden Speichermedien. Werden wichtige Daten nicht rechtzeitig auf die neuesten Datenträger kopiert, kann es sein, dass es kein Lesegerät mehr gibt und die Erstellung von Kopien zu teuer wird. Herr Biebl empfahl daher immer aktuelle Kopien für den Notfall zu erstellen. Ein weiteres Thema war die Beschädigung von Daten, die nicht nur mechanisch passieren kann, sondern vor allem durch Viren. Viren können Dokumente oder gesamte Dateien löschen. Sie können sogar bereits beim Hochfahren eines Computers Schaden anrichten, da das Virenprogramm übergangen wird. Meist werden Viren durch Emails mit Anhang übertragen, z.B. im Moment mit einem Adventskalender. Dabei werden Viren meist nicht sofort entdeckt. Der Computer wird im Laufe von Tagen langsamer, da die Viren immer mehr Programme befallen und mitgestartet werden müssen. Herr Biebl empfahl den Jugendlichen Emails nur zu öffnen, wenn der Absender bekannt ist. Vor allem Spaßprogramme sollten sofort gelöscht werden.
Ein weiteres Nutzerproblem ist das Fishing. Dabei werden über Emails, die wie Absender von Banken gestaltet sind, Bankdaten inklusive Tan-Nummern abgefragt. Ein Prüfkriterium dabei ist, dass man über diese Schwindelanfrage keinen Kontostand erhält. Weitere betrügerische Tricks sind das Abfragen von Handynummern, um dann kostenintensive SMS zu erhalten, oder bei harmlos klingenden Internetadressen, die ganz klein gedruckte Informationen über die Kosten verschleiern. Die „Trojaner“ im Internet waren ein weiteres Thema. Wie auch aus der Geschichte ersichtlich, brauchen diese Viren einen Träger, der sie übermittelt, und sind selten sofort erkennbar. Wenn das CD-Laufwerk selbständig auf und zu geht oder der Bildschirm kurz schwarz wird, sollte man an einen Trojaner denken. Der letzte behandelte Virus war der Wurm. Er befällt Computer ebenfalls, indem er sich rasend schnell vermehrt und von Computer zu Computer übertragbar ist.
Um diese unliebsamen Nebeneffekte eines Internetnutzers zu verhindern, gab es ausführliche Infos zu Spamfilter, Firewall und Virenfilter, an Hand von Beispielen über Firmen und Banken. Jeder private Nutzer sollte sich einen Virenschutz besorgen. Bei einem Befall müssen sowohl alle Kontakte zu anderen Nutzern überprüft werden als auch die verwendeten Datenträger, um den Virus zu zerstören.
