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Betriebserkundung des LK WR 12 bei der Wolf GmbH i

Anstatt in das Klassenzimmer begab sich der Leistungskurs Wirtschaft und Recht der K12 mit Frau StD Diepold-Ferstl Anfang Februar in die Hauptniederlassung der Wolf GmbH in Mainburg. Ziel der 24 Schüler des GGM mit ihrer Kursleiterin war eine Betriebserkundung und die Besichtigung der Produktion dieses Unternehmens. Nach anfänglicher Vorstellung der Wolf-Produkte sowie der Firmenphilosophie durch die Herren Orthum und Mühl teilte man sich in 2 Besuchergruppen. In dem einführenden Vortrag konnte Herr Orthum, Verantwortlicher für die Produktschulung, den Schülern viele überraschende und interessante Informationen vermitteln. So handelt es sich bei dem 40 Jahre altem Unternehmen mit einer mehr als turbulenten Firmengeschichte um eines der führenden Unternehmen für Klima- und Lüftungstechnik in Europa und den größten Arbeitgeber im Landkreis Kelheim. Die Wolf GmbH hat sich auf die Produktion von Heizkesseln, Klimaanlagen und sogar den Vertrieb von Solaranlagen spezialisiert. Dabei wird auf eine möglichst umweltschonende und sparsame Nutzweise der Produkte geachtet.
Obwohl Wolf als internationales Unternehmen mit weltweitem Absatzmarkt und Repräsentanzen in mehr als 46 Ländern vertreten ist, ist es umso erstaunlicher, dass es sich bei der Niederlassung in Mainburg um die einzige Produktionsstätte der Wolf GmbH weltweit handelt. Die Politik der Firma, in Deutschland zu produzieren scheint richtig zu sein, da man sich auf steigende Umsätze und Gewinne berufen kann. Das Unternehmen beschäftigt ca. 1300 Mitarbeiter und hat zudem 78 Auszubildende. Auch diese Zahlen unterstreichen den Erfolg des Unternehmens. Dabei ist auch vor allem für die Schüler interessant zu wissen, dass Auszubildende in der Regel auch nach Abschluss der Ausbildung bei Wolf angestellt werden.
Nach diesem theoretischen Beginn war es den Schülern nun möglich, die Komplexität und den Umfang der Produktion in den Werkshallen zu erleben.
Bei diesem Rundgang wurde die Produktionslinie eines Klimagerätes verfolgt, beginnend mit dem Stanzen der Blechwände bis zur Verpackung des fertigen Produktes. Hier konnten die Schüler die Vorgänge im Detail kennen lernen. Jedoch ging es den Gruppenführern nicht nur um die Abläufe im einzeln, sondern auch darum, die Produktionspolitik und Arbeitsweise von Wolf zu vermitteln. Aufgrund des Wechsels von einer Produktion auf Lager zu einer Produktion auf Bedarf wird von den Mitarbeitern eine hohe Flexibilität erwartet. Diese Flexibilität erfordert immer noch hohe handwerkliche Fähigkeiten der Mitarbeiter. Trotz hoher Automatisierung ist bei Wolf die Klimageräteproduktion jeder Auftrag eine individuelle Angelegenheit, da jedes Gerät speziell auf den Kunden angepasst werden muss. Daher ist eine vollautomatisierte Fertigung hier nicht möglich und Handarbeit weiterhin unerlässlich.
Diese Einblicke kombiniert mit der professionellen und ausführlichen Führung durch die Vertreter der Wolf GmbH bescherte den Schülern einen aufschlussreichen und tiefgründigen Vormittag.
Dokumentiert wurde diese „Exkursion“ mit einem gemeinsamen Gruppenfoto.

Florian Hofbauer