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Gabelsberger-Gymnasium von Kultusministerium und Wirtschaft ausgezeichnet


Vertreter des Gabelsberger-Gymnasiums Mainburg und der Firma Wolf Heiztechnik nahmen am 16. Dezember den Förderpreis für ihr innovatives Projektseminar entgegen. Die Ehrung der insgesamt 21 Schulen fand im Haus der Bayerischen Wirtschaft in München statt. Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle betonte dabei den Nutzen der Kooperation von Gymnasium und Arbeitswelt.

Gemeinsam mit den Oberstufenschülern Carolin Froschermeier und Raphael Geier, dem Wolf-Personalchef Andreas Huber sowie dem stellvertretenden Schulleiter StD Alois Mandl nahm StR Jürgen Patzke die Trophäe für sein Projektseminar entgegen. Die P-Seminare finden im laufenden Schuljahr erstmals landesweit statt. Sie stellen eine der wesentlichen Innovationen der neuen Oberstufe des bayerischen Gymnasiums dar.

Im P-Seminar „Medienerstellung für die Industrie“ arbeiten die Schüler in drei Teams an echten betrieblichen Problemstellungen. Eine Schülergruppe optimiert die Bedienungsanleitung für einen Heizkessel aus der Sicht der Endkunden. Ein weiteres Team analysiert eine Unternehmenshomepage und legt ein Konzept zur Verbesserung vor. Die dritte Gruppe stellt einen Produktionsprozess in einem Film dar, der als Lehrmittel für Auszubildende dienen wird. All dies geschieht in intensiver Zusammenarbeit mit den Projektpartnern Wolf Heiztechnik aus Mainburg und dem Neustädter Automobilzulieferer Peguform.

Laut StR Jürgen Patzke und Personalchef Andreas Huber ist es entscheidend, dass ein messbarer Nutzen sowohl für die Schüler, als auch für die Unternehmen entsteht. Die angehenden Abiturienten bauen Berufskompetenz auf, indem sie die Methode des Projektmanagements erlernen und in betrieblichen Zusammenhängen denken und handeln. Dabei werden sie durch die Praktiker in den Unternehmen unterstützt. Gleichzeitig erhalten die externen Partner nicht nur die Medien, also die in der Projektarbeit entstandenen Produkte. Sie ergreifen auch die Chance, frühzeitig mit dem knapper werdenden Akademikernachwuchs in Kontakt zu treten.

Für das Mainburger Konzept gab es einen der 21 Förderpreise, weil es zu den P-Seminaren gehört, die dem Anspruch der neuen Unterrichtsform in besonderer Weise gerecht werden. Dieser Meinung ist zumindest die Jury, die aus Vertretern des Kultusministeriums, des Verbandes der bayerischen Wirtschaft, der Kuenheim-Stiftung der BMW Group und des Bildungswerks der bayerischen Wirtschaft bestand. Entsprechend stellte Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle fest: „Das Gymnasium öffnet sich mit den Seminaren nach außen, um Schülerinnen und Schülern realistische Einblicke in die Arbeitswelt zu ermöglichen.“ Insgesamt werden im laufenden Schuljahr rund 2700 P-Seminare an den über 400 Gymnasien in Bayern durchgeführt.

StR Jürgen Patzke