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Im September diesen Schuljahres machte sich ein beschauliches Grüppchen von 19 Schülerinnen und Schülern mit ihren zwei Vorgesetzten, getarnt unter dem Begriff „Begleitperson“, auf die Reise ins schöne Ungarn. Schon die Anreise auf Schienen zum Bahnhof Budapest gestaltete sich als amüsantes Unterfangen, bevor dann doch nach langdauernder Probe des Sitzfleisches und einer unfreiwilligen Erkundung der „näheren“ Umgebung des Hotels per pedes – mitsamt einer beträchtlichen Menge an Gepäck – schließlich die Unterkunft erreicht wurde, die den meisten nicht nur aufgrund ihrer Existenz nach den Strapazen ein Lächeln ins Gesicht zauberte. An den darauffolgenden Tagen wuchs stetig unsere Ehrfurcht vor der vielseitigen Großstadt, in der sich Moderne und Tradition in ungeahnter Eleganz verbinden. So staunten wir nicht schlecht, als wir den traumhaften Ausblick auf die Donau mit ihren kunstvollen Brücken und die Weite Budapests von der Fischerbastei aus genießen durften. Auch von der Vielfalt der architektonischen Stilrichtungen als auch der Religionen erhielten wir einen Eindruck durch die Besichtigung einiger Kirchen und Moscheen. Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt, nämlich das Denkmal des Heiligen Gellért, wurden von uns – wenn auch leicht geschwächt, weil der Aufstieg dorthin das konditionelle Potenzial mancher stark forderte – bewundert und gewürdigt, wie auch der Dom von Budapest und der pompöse Königspalast. Schon mal in Ungarn konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen auf den Spuren Kaiserin Elisabeths von Österreich, besser bekannt unter dem Namen „Sissi“, zu wandeln und so wurde auch die Zugreise zu deren Residenz in Gödöllö ins Programm aufgenommen. Entspannung von dem für die Schüler durchaus erheblichen „Kulturschock“ fanden wir wahlweise in einem der zahlreichen Thermalbäder oder in gemütlichen Cafés, mit zum Teil südländischen Ambiente, wie auch in Budapests „Oase der Ruhe“, der Margareteninsel. Auch für den ureigenen weiblichen Drang des Einkaufens glich unsere Reise für einige den Vorstellungen des Paradieses. So fand man alles, was das Herz begehrte: Märkte mit traditionell ungarischer Kunst, das West-End City Center – das größte Shoppingcenter Mitteleuropas – sowie auch Antiquitätenläden für unseren Herrn Faber. Das nächtliche Budapest erlebten wir zum einen durch eine organisierte Schifffahrt auf der Donau, zum anderen erkundeten wir das Nachtleben allabendlich auf eigene Faust. Einziger Wermutstropfen unserer Reise war die Tatsache, dass ein Besuch des Parlaments durch die anhaltenden Unruhen von Regierungskritikern unmöglich gemacht wurde. Nach unserem 7-tägigen Aufenthalt dämmerte uns, dass es wohl weitaus mehr Zeit gebraucht hätte, diese faszinierende Stadt zu entdecken und obwohl wir unseren sogenannten „Begleitpersonen“ das ein oder andere graue Haar beschert haben, so hat sie unsere liebe Bildungs-„Anstalt“ doch, wenn auch etwas gealtert, wohlbehalten und nicht mehr ganz so urlaubsreif zurück.

Sabrina Haider, K 13