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Freitag, den 19. September 2008, 0:30 Uhr (um es für alle Beteiligten noch einmal deutlich zu machen: in der Nacht von Donnerstag auf Freitag eine halbe Stunde nach Mitternacht!!), Busparkplatz des Gabelsberger Gymnasiums Mainburg: 48 angehende Abiturienten stehen bibbernd vor Kälte im Nieselregen und freuen sich auf ein WARMES und SONNIGES Griechenland.
Zuvor hatten wir allerdings noch eine fast zweitägige Anreise vor uns, doch selbst diese sollte sich als ziemlich lustig herausstellen. Allein die zehnstündige Busfahrt nach Ancona in Italien fanden wir sehr unterhaltsam, da wir die ganze Nacht durch lautes Gähnen und sinnloses Geplapper wach gehalten wurden (Danke lieber Schorsch!!!)
Nach weiteren 24 Stunden auf unserer Fähre „Superfast“, die mit Restaurant, Disco und Pool ausgestattet war, waren wir leider immer noch nicht am Ziel unserer Träume angelangt.
Dementsprechend froh waren wir, als Busfahrer Norbert endlich vor unserem Hotel „Crystal“ in Paralio Astros den Motor abstellen konnte. Während der vorausgegangenen Busfahrt waren wir allerdings nicht eine Sekunde von Langeweile geplagt worden, dank den „Scrubs“-Folgen, die uns noch lange in Erinnerung bleiben werden.
Dass wir vom Hotel aus nur etwa 20 Meter zum Meer hatten, wurde selbstverständlich sofort ausgenutzt – trotz Kälte und Regen. Unglücklicherweise hatte unsere Gruppe die EINZIGE Woche im Jahr erwischt, in der es regnete. (Der letzte Regen war im Mai gefallen!!!) Unsere Stimmung ließ sich allerdings nicht davon trüben, da wir hin und wieder doch einige Sonnenstrahlen genießen durften.
Bei unseren zahlreichen Ausflügen kam uns das milde Wetter jedoch zugute: Unsere erste Besichtigung galt der Akropolis in Athen, die wir nach fünfstündiger Busfahrt und gefühlten 500 weiteren „Scrubs“-Folgen mit Begeisterung bestiegen. Anschließend wurde uns genügend Zeit zur Verfügung gestellt, um die Hauptstadt Griechenlands zu erkunden und die Touristenläden zu plündern.
Es folgten Ausflüge nach Tiryns, Mykene, Nauplia, Nemea und Epidauros. Die meist langen Hin- und Rückfahrten wurden uns – wie konnte es auch anders sein – durch weitere 7000 „Scrubs“-Folgen versüßt. (?!)
In Tiryns durften wir einen Blick auf die archäologische Arbeit des Prof. Dr. Maran werfen, der uns mit großer Begeisterung auf dem „Burggelände“ herumführte. Am selben Tag wurde zudem die „Burg“ von Mykene besichtigt, von welcher man einen traumhaften Ausblick genießen konnte.
Zu unserer Studienreise nach Griechenland gehörte natürlich auch die Besichtigung des antiken Amphitheaters in Epidauros. Dort durften (oder mussten?) die anwesenden Gesangstalente des Grundkurs Chor ihr Können unter Beweis stellen.
Nächster Programmpunkt war ein Besuch in der schönsten Stadt der Peloponnes – Nauplia. Dass diese Stadt ihren Titel zu Recht trägt, bewies sie uns durch einen herrlichen Ausblick vom Burgberg , nette, kleine Restaurants, zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten und wunderschöne Parkanlagen.
Im ehemaligen Stadion von Nemea bewiesen schließlich drei Kollegiaten aus dem berühmt-berüchtigten Zimmer 111 ihre sportlichen Fähigkeiten und nicht zuletzt die Tauglichkeit der über 2000 Jahre alten Laufbahn. Aus welchen fraglichen Gründen der ein oder andere minimalst die Zielgerade verfehlte, bleibt ungewiss.
Für all diejenigen, die von der idyllischen Landschaft Griechenlands nicht genug bekommen konnten, wurde zudem ein freiwilliger Ausflug zum Kloster in Leonidion mit anschließender Flussbettwanderung angeboten. Letztere war allerdings nicht so harmlos, wie sie sich vielleicht anhören mag, aber dank Herrn Kallhardt und Busfahrer Norbert waren die Abenteurer unter uns in der Lage, jeden Fels zu erklimmen, wobei der Spaßfaktor natürlich nicht zu kurz kam. Die verlorenen Kräfte wurden bei einem köstlichen Essen in Leonidion wieder gesammelt, bevor es in das kleine Städtchen Paralio Astros zurück ging.
Glücklicherweise ermöglichte unser Reisebudget zwei weitere Abendessen mit der gesamten Gruppe, bei denen eine Vielfalt an griechischen Spezialitäten serviert wurde, sodass für jeden das Richtige dabei war. (Besonders mit Wasser waren wir gut umsorgt – ein herzliches Dankeschön an die jungen Griechen hinter der Bar!!)
Nicht zu vergessen sind die Nächte am Strand, in denen wir unsere erlebnisreichen Tage beim gemeinsamen Zusammensitzen ausklingen ließen.
Als wir dies alles schließlich nach nur einer Woche zurück lassen und am 26. September 2008 die Heimreise antreten mussten, wollte eigentlich niemand in den Bus steigen, in dem die letzten 200.000 „Scrubs“-Folgen auf uns warteten. (Inzwischen konnte es niemand mehr sehen –was aber nicht hieß, dass wir davon verschont wurden – auch hier nochmal: DANKE Schorsch!!!!!)
Ein großes Dankeschön gilt vor allem Frau Steiger, Herrn Kallhardt und Herrn Mandl, die während der gesamten Woche nicht wenig Toleranz bewiesen und stets guter Laune waren. An dieser Stelle ist auch unser Busfahrer Norbert zu erwähnen, der uns jedes Mal heil ans Ziel brachte.
Danke!! – oder wie man in Griechenland sagen würde: ευχαριστώ!!

Katja Ertl, K13
Judith Lang, K13